Gut Vogelbusch - Bautagebuch 2004
Immer öfter werden wir gefragt, wie's denn Bauer Kückels geht. Allen mitfühlenden Damen wird versichert, er ist humorvoll und vergnügt wie immer! Heute senden wir von hier aus unserem landwirtschaftlichen Lieblingsnachbarn, seiner Familie und seiner wachsenden Fangemeinde aus aller Welt die herzlichsten Weihnachtsgrüße.
Aber Herr Kückels, Sie hatten doch fest versprochen, das Unkraut um Vogelbusch zu besprühen. Nur, - "Sag' mir quando, sag' mir wann???"

Nein, Kühe sind nicht lila, aber moderne Pferdeställe sehen heutzutage so aus: (Na ja, so ungefähr jedenfalls.)

Wer reitet demnächst wo?
Selbst vom Verbindungsgang aus bleibt die Übersicht erhalten.

Allen Blinddarmoperationen zum Trotz: DIE ZIMMERLEUTE ARBEITEN!

Der Generalimporteur unserer Dachschindeln wollte scheinbar die Dollarschwäche ausreizen und hat nun für uns keine 6.000 qm vorrätig. Bis die Schiffsladung aus den USA hier ist, vergehen ca. 8 Wochen! So sind sie, die Holländer: Immer risikobereit. Und wir müssen jetzt mitbeten, dass sich kein Sturm die Folie greift.
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Baustellen bereiten nicht unbedingt die helle Freude. Doch wenn sich ein gestandener Mann, der Schönheitskorrekturen an den Wänden vornimmt, "Beton-Kosmetiker" nennt, ist das schon witzig. Seit heute werden Stützen für die Ställe 3 - 6 errichtet.

Hinterm Horizont geht's weiter: Abstellräume, Sattelkammern und Funktionsbereiche wie "Putzen, Waschplatz, Solarium" und sämtliche Sockel für die Reitbanden sind seitens der Rohbauer errichtet. Jetzt werden die Zimmerer erwartet: "Bitte Jungs, seht zum Himmel!"
Auch in Eggerscheidt muss ein Ohrenpaar geklingelt haben; Landwirt Kückels hat die zukünftige Blumenwiese gemäht. Telepathie (oder eine 44-er Magnum) hilft manchmal. |
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Bei den Sattelkammern ist Stahlbeton bewusst gewählt worden. Fenstergitter, Stahltüren und weitere Sicherungsmaßnahmen sollen Einbrüche mit geplünderten Spinden und Satteldiebstahl verhindern. Kriminellen wird's hiermit richtig laut und schwer gemacht.

Die Futterküche für warmes Mash kommt leider in diesem Winter noch nicht zum Einsatz. Ihr armen Pferde, es dauert noch ein Weilchen.

Aus Sicherheitsgründen muss die Bergehalle mit äußeren Brandschutzwänden F 90 (= 1 1/2-stündiger Feuerwiderstand) umbaut sein. So etwas geht nur mit charmanten Stahlbetonwänden. Wir werden versuchen, sie nett zu dekorieren. Wer kann gut zeichnen?

Reithalle 1 trägt unsere ganz persönliche Note. Den Pferden ist das angehobene Dach im Mittelteil zwar egal, - aber es wird super aussehen! |
Die vergangenen 14 Sonnentage taten dem Baufortschritt gut. Maurer und Betonbauer arbeiteten termingerecht - d.h. der Rohbau sämtlicher Aufenthaltsräume ist bis auf eine mittlere Aufräum-Aktion fertig und die Zimmerleute können kommen. Die Stahlbauer (Hallenbau) sind seit heute vor Ort.

Keine Mondlandschaft sieht zerklüfteter aus als unser Springplatz bis vor einer Woche. 2 Monsterraupen und ein Fahrer, der scheinbar viel Gefühl im Po hat, glätteten rund 200 Erdhaufen.

Wir selbst haben unsere Tiefbaukünste an einem Drainageschacht auf einer der Weiden beendet. Die kleine Sintflut der vergangenen Tage verhinderte jedoch, dass überall der Mutterboden bis zum letzten Krümel aufgebracht werden konnte. Der weggeschwemmte Grassamen wächst bestimmt demnächst im Hof des Nachbarn.
Landwirt Robert Kückels hat uns fürs Ausmähen der Wiesen an den guten trockenen Tagen schändlich sitzen lassen. Sein Neffe, der Landschaftsgärtner Thomas Kückels aus Heiligenhaus, konnte uns durch die Randbearbeitung der Flächen mit seinem kleinen Mulcher nicht wirklich glücklich machen. Trotzdem: „Danke!“. |
Erd- und Obergeschoß stehen und die elektrischen Leitungen sind bereits verlegt.
Von 256 Einzel- u. Streifenfundamenten befinden sich inzwischen 221 im Erdreich. Petrus hätte seine Freude daran, auch wenn es kein Fels, sondern Beton ist.
Unsere Pferde durften auf die frische vordere Weidenhälfte. Wie siebenköpfige Raupen schaffen sie es, mehr zu fressen, als in diesem August nachwächst. Wir füttern schon fleißig Heu.
Ein "Wanderer" will gerade ein endlos langes orangerotes Verlängerungskabel klauen (hält es ordentlich aufgewickelt auf dem Arm) und erzählt, er ginge nur spazieren. Dreist! So gesehen haben wir lieber Pferde auf unserem Wanderweg...

Ein Teil der vorherigen 9-monatigen Tiefbauarbeiten wurde an falscher Stelle angetroffen. Wer hatte hier keinen Plan?
Der Diebstahl eines 150 m langen und bestimmt nicht für den privaten Bedarf zu gebrauchenden Stromkabels ist zu verzeichnen. Wer macht so etwas?
Nach der sog. Sockelabnahme (Vermesser) entstehen die Wände im EG und die Baugrube konnte verfüllt werden.
Das Bauschild ist installiert und die Leute freuen sich über das "Vogel"busch-Fohlen.
Die Flächen von Stall 3 + 4, 5 + 6 sowie vom Verbindungsgang erhalten gerade eine dicke Schotter-Packlage.
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Die Familie war in Urlaub und schickte das sonnige Wetter nach Deutschland. Landwirt Kückels aus Eggerscheidt nahm davon -wie verabredet- 4 trockene Tage in Empfang, um von einer unserer Mähwiesen Heuballen herzustellen und sicher unterzubringen. Die Ernte ist gut, aber einen 2. Schnitt wird es in diesem Jahr nicht geben.
Inzwischen wurden die Fundamente für beide Reithallen, die Bergehalle und Stall 1 + 2 versenkt. Die Rohbauer sind beim Erdgeschoss angekommen.
Nach dem OK des Bodengutachters:
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Die Vermesser konnten nach einigen Koordinationsproblemen das Schnurgerüst vorbereiten. Der Rohbauer und mit ihm die Crew aus Eisenflechtern (Fundamente), Baggerfahrern und mehr, geben Gas. Es wäre gemein, wenn wir für den Super-Sommer 2003 in diesem Jahr bestraft würden. |
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4 Wochen lang haben zwei Männer mit Harken und Schubkarren von morgens bis abends Feldsteine aufgesammelt. Der Golfplatzuntergrund von gegenüber wäre wegen soviel persönlicher Betreuung bestimmt neidisch, wenn er das wüsste... |
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Die Staffelübergabe der Planungsunterlagen von Warendorf (Ausführungsplanung) nach Ratingen (Bauleitung) gestaltete sich komplizierter als erwartet. Wir stehen jedoch kurz vor Vergabe des Rohbauauftrags. Die Vorbereitungszeit für den Bauunternehmer beträgt danach allerdings immer noch 4 Wochen.
Immerhin, so sieht ein provisorischer Hausanschlussraum aus. |
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Endlich, die Hochmasten sind weg. Sämtliche Strom- u. Telefonkabel liegen in der Erde.
Die Hütten haben sich super bewährt, doch die Weiden leiden! Baggerarbeiten für 1,5 km neuverlegte Wasserleitungen und tägliche Temperamentsausbrüche der Vierbeiner holten an vielen Stellen auf der 2001 aufwändig angelegten Kräuterwiese den vorherigen fetten Kartoffelacker nach oben. Wir werden mit Sand den Boden an den belasteten Stellen abmagern und die restlichen Flächen nachsäen.
Bei den Erdarbeiten wurde ein lang vermisster Brunnen entdeckt. Mal sehen, ob wir ihn reaktivieren können.
0.00 Uhr. Unseren Pferden bot sich von weitem ein prächtiges Neujahrsfeuerwerk aus 3 Richtungen. Heiligenhaus, Kettwig und Hösel ließen den Himmel glühen. Knaller und Heuler waren allerdings sehr aufregend. |
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